In der Bretagne: Wo legen die Schnecken sich abends zur Ruh?

Foto: Susanne Brandt

Wo legen die Schnecken sich
abends zur Ruh?
In Rosenblüten
mit seidigen Kissen
wie Wiegen im Wind,
die Schnecken,
sie wissen:
Ein jedes Wesen
braucht manchmal ein Haus
aus Duft, Licht und Farben.
Komm, ruhe dich aus!

Susanne Brandt,

Bretagne 2018

Zum “Tag der Erde”: Mit dem Staunen fängt es an…

Wie setzen sich Kinder mit der Erde auseinander – mit ihren Geheimnissen, Schätzen und Schönheiten, aber auch mit ihren Verletzungen und Gefährdungen? Und wie können sie ihre eigenen Gedanken dazu ausdrücken?

Am Anfang steht oft ein Staunen…Bilder und Geschichten können an die so geweckte Neugier anknüpfen und der Lust am Fragen weitere Impulse geben. Raum dafür bieten z.B. Bibliotheken als Orte der Begegnung, die in einem lebendigen Austausch mit Kitas, Schulen und Familien vielfältige Wege erproben und entdecken für ein Lernen mit allen Sinnen.

Um das, was das Leben auf der Erde schützt und bewahrt – Frieden, Gerechtigkeit, ein achtsamer Umgang mit Ressourcen und ein gutes Miteinander – geht es ebenso bei den 17 Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. An diesem UN-Entwicklungsplan für mehr gemeinsame Verantwortung bei globalen Herausforderungen können Menschen in aller Welt mitwirken.

Nun ist die Agenda 2030 ein komplexes Vorhaben, das sich Kindern im Vor- und Grundschulalter zunächst nicht so leicht erschließt. Aber die handlungsleitenden Prinzipien, die den Kern dieser Ziele ausmachen, die stecken als Hoffnung und Gedanken in vielen Geschichten, Visionen und Bildern aller Kulturen. Und mit dieser Hoffnung können Kinder Mut und Motivation erfahren, um die Natur mit staunenden Augen zu sehen und zu schützen, um ein Gefühl zu entwickeln für Menschenwürde und um sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen.

Das Interesse für diese Thematik wird bei Kindern also weniger durch komplexe Aufgabenkataloge, sondern eher durch philosophische und sinnliche, künstlerische, narrative und handlungsorientierte Erfahrungen und Entdeckungen geweckt. Entsprechend vielfältig und kreativ sind die Medien und Methoden, die dabei zum Einsatz kommen können.

In folgendem Beitrag des neuen Heftes der ZS kjl&m (Mai 2018, kopad-Verlag) wird davon erzählt:

Susanne Brandt
Worte verwandeln – Bilder beflügeln. Erzählmöglichkeiten zur nachhaltigen Entwicklung in Öffentlichen Bibliotheken entdecken und fördern

Alle Themen des neuen Heftes auf einen Blick:

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Waldworte des Tages: Was gehört uns?

Wanas Konst 2017, Installation von Melissa Martin “Dining Room”, Foto: Susanne Brandt

Was gehört uns?
Wir sind Gäste – eingeladen, um zu teilen.
Denn nichts auf der Welt gehört nur uns allein.

Was gehört zu uns?
Wir sind Gäste – eingeladen, um voneinander zu lernen.
Denn die Kultur, die jeden Menschen prägt,
ist Teil eines weltweiten Austausches – seit Jahrtausenden.

Was wird gehört?
Wir sind Gäste – eingeladen, um die Vielfalt der Stimmen wahrzunehmen.
Unsere gehört dazu.

Susanne Brandt

„Ermutigung und Motivation durch Geschichten“  –  mit Kindern nach Frieden und Gerechtigkeit fragen

Im Gespräch mit Dr. Ingolf Dietrich, Beauftragter für die Agenda 2030 im Bundesministerum für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Foto: André Wagenzik © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Nicht mit dem Taxi nach Paris…sondern mit dem Kamishibai nach Berlin ging es Ende Januar unter dem Motto „Das weiße Blatt“. Hinter dem Motto verbirgt sich eine Idee der Büchereizentrale Schleswig-Holstein für die Erzähl- und Leseförderung der Bibliotheken im nördlichen Bundesland: Wie erfahren Kinder etwas über Frieden und Gerechtigkeit, Schätze des Lebens und ein gutes Miteinander in der Welt? Und wie können sie ihre eigenen Gedanken dazu ausdrücken? Mit Bildern und Geschichten zum Beispiel – und durch Begegnungen mit anderen Menschen, die in Bibliotheken in einem lebendigen Austausch mit Kitas, Schulen und Familien zueinander finden. Oft  kommt dabei das Kamishibai-Erzähltheater zum Einsatz:  Denn Lernen mit allen Sinnen und Erfahrungen teilen durch Begegnung, Bilder und Geschichten gelingt damit besonders gut.  Und am Anfang des kreativen Prozesses steht immer wieder ein „weißes Blatt“… Weiterlesen

„Eine Tür geht auf“ – 20 Jahre Lied und Geschichte von Benno Bär

Eine Tür geht auf,
doch nicht so wie ich gedacht.
Eine Tür geht auf,
stilles Wunder in der Nacht.
Es verging eine Zeit,
aber jetzt ist es soweit.
Ja, nun öffnet sich hier eine Tür.

Eine Tür geht auf,
doch nicht nur für mich allein.
Eine Tür geht auf,
will für viele offen sein.
Es verging eine Zeit….

Eine Tür geht auf

20 Jahre alt ist das Lied in diesem Jahr geworden, entstanden 1997, erstmals erschienen in Verbindung mit der Geschichte von Benno Bär in dem Don Bosco Buch „Die Weihnachtsbühne“ (1999), bis heute durch verschiedene Liederbücher auch unabhängig von der Geschichte  in Gebrauch – und natürlich oft im Einsatz mit der inzwischen als Kamishibai und Mini-Bilderbuch neu herausgegebenen Fassung mit Illustrationen. Dazu lässt sich das Lied mit Spielanregungen im Downloadbereich des Verlages weiterhin als Notentext abrufen:

begleitmaterialien-zu-benno-baer

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