Waldworte des Tages: Was gehört uns?

Wanas Konst 2017, Installation von Melissa Martin “Dining Room”, Foto: Susanne Brandt

Was gehört uns?
Wir sind Gäste – eingeladen, um zu teilen.
Denn nichts auf der Welt gehört nur uns allein.

Was gehört zu uns?
Wir sind Gäste – eingeladen, um voneinander zu lernen.
Denn die Kultur, die jeden Menschen prägt,
ist Teil eines weltweiten Austausches – seit Jahrtausenden.

Was wird gehört?
Wir sind Gäste – eingeladen, um die Vielfalt der Stimmen wahrzunehmen.
Unsere gehört dazu.

Susanne Brandt

„Ermutigung und Motivation durch Geschichten“  –  mit Kindern nach Frieden und Gerechtigkeit fragen

Im Gespräch mit Dr. Ingolf Dietrich, Beauftragter für die Agenda 2030 im Bundesministerum für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Foto: André Wagenzik © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Nicht mit dem Taxi nach Paris…sondern mit dem Kamishibai nach Berlin ging es Ende Januar unter dem Motto „Das weiße Blatt“. Hinter dem Motto verbirgt sich eine Idee der Büchereizentrale Schleswig-Holstein für die Erzähl- und Leseförderung der Bibliotheken im nördlichen Bundesland: Wie erfahren Kinder etwas über Frieden und Gerechtigkeit, Schätze des Lebens und ein gutes Miteinander in der Welt? Und wie können sie ihre eigenen Gedanken dazu ausdrücken? Mit Bildern und Geschichten zum Beispiel – und durch Begegnungen mit anderen Menschen, die in Bibliotheken in einem lebendigen Austausch mit Kitas, Schulen und Familien zueinander finden. Oft  kommt dabei das Kamishibai-Erzähltheater zum Einsatz:  Denn Lernen mit allen Sinnen und Erfahrungen teilen durch Begegnung, Bilder und Geschichten gelingt damit besonders gut.  Und am Anfang des kreativen Prozesses steht immer wieder ein „weißes Blatt“… Weiterlesen

„Eine Tür geht auf“ – 20 Jahre Lied und Geschichte von Benno Bär

Eine Tür geht auf,
doch nicht so wie ich gedacht.
Eine Tür geht auf,
stilles Wunder in der Nacht.
Es verging eine Zeit,
aber jetzt ist es soweit.
Ja, nun öffnet sich hier eine Tür.

Eine Tür geht auf,
doch nicht nur für mich allein.
Eine Tür geht auf,
will für viele offen sein.
Es verging eine Zeit….

Eine Tür geht auf

20 Jahre alt ist das Lied in diesem Jahr geworden, entstanden 1997, erstmals erschienen in Verbindung mit der Geschichte von Benno Bär in dem Don Bosco Buch „Die Weihnachtsbühne“ (1999), bis heute durch verschiedene Liederbücher auch unabhängig von der Geschichte  in Gebrauch – und natürlich oft im Einsatz mit der inzwischen als Kamishibai und Mini-Bilderbuch neu herausgegebenen Fassung mit Illustrationen. Dazu lässt sich das Lied mit Spielanregungen im Downloadbereich des Verlages weiterhin als Notentext abrufen:

begleitmaterialien-zu-benno-baer

Weiterlesen

Zum 4. Advent: “Und das habt zum Zeichen…”

Aufbruch, mutige Freude, Zeit für Geschichten – mit jeder Adventswoche habe ich in diesem Jahr versucht, dem Besonderen dieser Zeit auf die Spur zu kommen. Was mir dabei geholfen hat: mit verfeinerter Aufmerksamkeit durch die Stadt gehen, besser zuhören, wenn Menschen erzählen, sich einfach mal Zeit lassen, um über das Entdeckte nachzudenken…

Flensburger Altstadt, Foto: Susanne Brandt

Nun – vor dem 4. Advent – ein viertes Stichwort, das mir dabei wichtig geworden ist: Zeichen

Wer morgen die Weihnachtsgeschichte nach Lukas liest oder hört, wird auch die Botschaft des Engels wieder hören: „Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.“  Was also anfangen mit solchen und vielen anderen Zeichen, die uns in unzähligen Zusammenhängen des Alltags, vor allem aber auch in religiös geprägten Zeiten begegnen?

Zeichen wollen etwas ausdrücken, tragen damit Chance und Gefährdung zugleich in sich: Sie erinnern und sie werden missbraucht und umgedeutet, verflacht und benutzt für Zwecke, die das Zeichen von seiner ursprünglichen Bedeutung lösen und so vielleicht irreparabel schädigen. Das lässt sich nicht immer verhindern. Das lässt sich wahrnehmen, bedenken und kritisch hinterfragen, wenn wir Zeichen sehen und nutzen. Es gibt nicht nur gute Zeichen. Es gibt auch Zeichen, die Menschen verletzen, erniedrigen, ausgrenzen. Zeichen zu deuten und zu verwenden heißt also immer auch: sich seiner Verantwortung bewusst zu sein bei dem, was durch Zeichen zum Ausdruck gebracht und weitergegeben wird. Weiterlesen

Vorlese-Tipp: Wenn im Winterwald Bären wären…

www.papperlapapp.co.at

Heute in der Stadtbibliothek Flensburg: Vorlesen im Advent! Noch ist nicht Weihnachten und noch liegt bei uns im Norden kein Schnee – aber begleitet von Musik, Bildern und Fantasie haben wir uns in der wie immer bunt gemischten Gruppe mit Kindern aus verschiedenen Herkunftsländern schon mal auf die winterliche Zeit eingestimmt – mit Tiergeschichten wie “Bären schlafen im Winter” von Barbara Peters, illustriert von Jane McGuiness in dem wunderbaren Papperlapapp-Heft Nr.4. Weiterlesen