Geschichte(n) am Fluss – und andere Stationen auf dem Mönchsweg

Der knapp 1.000 km lange Radfernweg folgt den Spuren der Mönche, die das Christentum im Mittelalter in den Norden brachten. So führt der Mönchsweg an Jahrhunderte alten, aus Feld- und Backstein errichteten Kirchen vorbei, deren Türme bis heute die norddeutsche Landschaft prägen. Auf der beschilderten Strecke von Bremen über Wischhafen und Glückstadt an der Elbe, Puttgarden auf Fehmarn bis nach Dänemark erfahren Sie Kultur, Landschaft und Ruhe. Von der Weser über die Elbe und an die Ostsee: Der Mönchsweg folgt dem Fluss der Zeit durch die Landschaft und Kultur des Nordens. Machen Sie sich auf mit Leib und Seele!

(Quelle mit Link zur App: www.moenchsweg.de)

Eine App für unterwegs enthält eine Fülle von Informationen zur Strecke wie auch diese Filme als Anregungen für besondere Erkundungen und Themen zum Innehalten entlang der Route.

Alle Filme zum Mönchsweg (deutsch/englisch) im Überblick:

https://www.youtube.com/channel/UCx1-LGMSpmICfOmrBl20FEA

 

“zwischen himmel und erde das weite suchen” – Notizblätter einer Reise

Die meisten Reisen haben ein Ziel. Aber das Ankommen an diesem Ziel muss nicht immer der vorrangige Zweck des Weges sein. Manchmal geht es eher um einen Orientierungspunkt im Verlauf einer gerundeten Folge von vielen Stationen.

Foto: Susanne Brandt, Rouen

Nach der Philosophie eines solchen Reisens in vielen kleinen Etappen reihen sich die Tage wie Perlen einer Kette aneinander, wobei jede Perle im Verlauf ihre eigene Form und Farbe offenbart. Und was auf den ersten Blick nicht gleich sichtbar wird: Durch die Perlen hindurch zieht sich eine Schnur aus mehreren Fasern und Fäden.

Die Stationen dieser Reise von der Ostsee an die Atlantikküste, die eher langsam über mehrere Orte und Landschaften in Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich führte, dann durch die Bretagne und abermals in mehreren Etappen zurück Richtung Norden, lassen sich geografisch benennen:

Foto: Susanne Brandt, Kortrijk

Papenburg (Emsland) – Herzogenbosch und Nationalpark “De Loonse und Drunense Duinen” (Nordbraband) – St. Valery sur Somme (Picardie) – Rouen, Caens, Bayeux, Saint Aubin sur Mer (Normandie) – Lamballe,  Hillion an der Baie de Brieu, Quimper, Carnac, Vitre (Bretagne) – Chartres – Kortrijk (Flandern) – Papenburg (Emsland)

Die Fäden, die sich durch die Perlen und damit durch wechselnde Orte ziehen, tragen ebenfalls Namen. Sie sind von verbindender und vertiefender Bedeutung – skizziert auf diesen “Notizblättern” mit Bildern und Gedichten: Weiterlesen

In der Bretagne: Wo legen die Schnecken sich abends zur Ruh?

Foto: Susanne Brandt

Wo legen die Schnecken sich
abends zur Ruh?
In Rosenblüten
mit seidigen Kissen
wie Wiegen im Wind,
die Schnecken,
sie wissen:
Ein jedes Wesen
braucht manchmal ein Haus
aus Duft, Licht und Farben.
Komm, ruhe dich aus!

Susanne Brandt,

Bretagne 2018

Hooger Halligsommer: “Ein Lied aus Luft”

Hooger Halligsommer – dazu gehören Notizen, Lieder und Gedichte, die beim “Wohnen und Arbeiten auf Zeit” im Sommer 2018 auf der Hallig entstehen. Den Anfang macht das Lied aus Luft, in dem schon ein bisschen pfingstlicher Geist mitschwingt…

Foto: Susanne Brandt

Waldworte des Tages: Schnee

Foto: Susanne Brandt

 

 

 

 

 

 

 

Auf der verschneiten Erde liegen Schatten
und tiefe Spuren prägen ihr Gesicht.

Mit einer Haut aus Flocken überzogen
kommen die Dinge deutlicher ans Licht
und leuchten milder als zur Regenzeit.

Die Sinne wundern sich und werden weit,
lauschen dem Klang aus winterlichen Tönen,
entdecken Anmut im unfassbar Schönen,

das zärtlich und verschwenderisch
ins Leben schneit.

Susanne Brandt