„Ermutigung und Motivation durch Geschichten“  –  mit Kindern nach Frieden und Gerechtigkeit fragen

Im Gespräch mit Dr. Ingolf Dietrich, Beauftragter für die Agenda 2030 im Bundesministerum für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Foto: André Wagenzik © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Nicht mit dem Taxi nach Paris…sondern mit dem Kamishibai nach Berlin ging es Ende Januar unter dem Motto „Das weiße Blatt“. Hinter dem Motto verbirgt sich eine Idee der Büchereizentrale Schleswig-Holstein für die Erzähl- und Leseförderung der Bibliotheken im nördlichen Bundesland: Wie erfahren Kinder etwas über Frieden und Gerechtigkeit, Schätze des Lebens und ein gutes Miteinander in der Welt? Und wie können sie ihre eigenen Gedanken dazu ausdrücken? Mit Bildern und Geschichten zum Beispiel – und durch Begegnungen mit anderen Menschen, die in Bibliotheken in einem lebendigen Austausch mit Kitas, Schulen und Familien zueinander finden. Oft  kommt dabei das Kamishibai-Erzähltheater zum Einsatz:  Denn Lernen mit allen Sinnen und Erfahrungen teilen durch Begegnung, Bilder und Geschichten gelingt damit besonders gut.  Und am Anfang des kreativen Prozesses steht immer wieder ein „weiße Blatt“… Weiterlesen

Buchtipp des Tages: Alphabet der Gefühle

aus: M.Moniz: „Ich bin heute…“ c Midas Collection

Magdalena Moniz: »Ich bin heute… – ein Alphabet der Gefühle« 64 Seiten, Hardcover, Euro 15.90 ISBN 978-3-03876-121-1 (Midas Collection)

Titel und inhaltliches Anliegen von „Ich bin heute…“ erinnern an den Erfolgs-Bilderbuchtitel „Heute bin ich“. Wer genau hinschaut, stellt jedoch schnell fest, dass es sich hier keineswegs nur um ein „Nachahmungs-Produkt“ des populären Longsellers mit dem bunten Fisch handelt, sondern um eine künstlerisch wie sprachlich originelle Auseinandersetzung mit Wahrnehmung und Beschreibung von Gefühlserfahrungen: Weiterlesen

„Eine Tür geht auf“ – 20 Jahre Lied und Geschichte von Benno Bär

Eine Tür geht auf,
doch nicht so wie ich gedacht.
Eine Tür geht auf,
stilles Wunder in der Nacht.
Es verging eine Zeit,
aber jetzt ist es soweit.
Ja, nun öffnet sich hier eine Tür.

Eine Tür geht auf,
doch nicht nur für mich allein.
Eine Tür geht auf,
will für viele offen sein.
Es verging eine Zeit….

Eine Tür geht auf

20 Jahre alt ist das Lied in diesem Jahr geworden, entstanden 1997, erstmals erschienen in Verbindung mit der Geschichte von Benno Bär in dem Don Bosco Buch „Die Weihnachtsbühne“ (1999), bis heute durch verschiedene Liederbücher auch unabhängig von der Geschichte  in Gebrauch – und natürlich oft im Einsatz mit der inzwischen als Kamishibai und Mini-Bilderbuch neu herausgegebenen Fassung mit Illustrationen. Dazu lässt sich das Lied mit Spielanregungen im Downloadbereich des Verlages weiterhin als Notentext abrufen:

begleitmaterialien-zu-benno-baer

Weiterlesen

Zum 3. Advent: Zeit für Geschichten –  die Magie der 12 Rauhnächte in Bildern und Legenden

Legenden um die Heilige Nacht, aus: Die Heilige Nacht

Die  zwölf Rauhnächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag (6.1.) stellen in ganz Europa ein kulturhistorisches Phänomen dar. Sie sind geprägt von vielschichtigen Überlagerungen aus altem Brauchtum und christlicher Überlieferung. Unzählige Legenden mit jeweils regionalen Variationen umkreisen und deuten das Mysterium dieser besonderen Zeit, z.B. mit Geschichten von der Geburt des Lichtes, aber auch von Gefahren, Rätseln und Unsicherheiten, die in dieser Zeit eine besondere Achtsamkeit fordern.

So bekommen z.B. die Italiener der Überlieferung nach Besuch von der Weihnachtshexe Befana, die nicht nur mit unserer Frau Holle verwandt ist, sondern auch mit der russischen Babuschka.

Weiterlesen

Zum 2. Advent: Mutige Freude – am Tag der Menschenrechte

Magnificat / S. Brandt

Der Tag der Menschenrechte fällt in die Adventszeit. In diesem Jahr mit dem 10. Dezember direkt auf den 2. Advent. Gestern habe ich mir deshalb gemeinsam mit einem Mann aus Afghanistan die Menschenrechte angeschaut, zumindest ein Teil davon, in einer vereinfachten Sprachfassung. Wir haben uns durch den sperrigen Text gearbeitet, die großen Worte im Wörterbuch nachgeschlagen, sind hängen geblieben an den vielen Fragen, die sich dabei ergeben, wieder und wieder – ein gutes Gespräch…

„…Liebeslied vom Leben“

Irgendwann haben wir uns von den großen Worten gelöst. Es spricht sich leichter mit Tätigkeitswörtern, mit dem gemeinsamen Vorrat gebräuchlicher Vokabeln, die vom Leben erzählen. Ganz konkret.

Später habe ich noch etwas andres entdeckt – mit den Verben im Sinn: vertrauen, nachdenken, aufbrechen, träumen…mittendrin eine überraschende Assoziation zu adventlichen Bildern, zu alten Texten, zum Magnificat, zu einer Freude, die es sich nicht leicht macht in dieser Zeit: Da war sie plötzlich. Und ich glaube, ich kann ihr einiges zutrauen.

Das alte Lied von der mutigen Freude
Weiterlesen