#wirsehenPfingstrot – am Samstag

“Am morgigen Sonntag, dem 31. Mai, ist Pfingsten. Das Fest von Gott Heiliger Geist. Auf hebräisch heißt dieser Geist: Ruach.
Ruach ist stürmisch und sie ist feurig – so erzählt es die Bibel. Und: Ruach ist ROT. Jedenfalls ist das die Farbe, die zu Pfingsten gehört.
Darum geht es bei dem Online-Projekt #wirsehenPfingstrot in der Woche vor Pfingsten:
Achte auf das Rote. Dokumentiere es unter dem Hashtag #wirsehenPfingstrot”
Alles weitere zu der Initiative und den Initiatorinnen hier:  https://wsww.michaeliskloster.de/aktuelles/2020/aktion-zu-pfingsten

Samstag, 30. Mai 2020 – am Straßenrand, einladend, gastfreundlich, beflügeln, schmunzeln

Er leuchtet dort, wo unser Garten und die Straße einander berühren. Da ist keine verschlossene Pforte. Das “Kunstmäuerchen”, gestaltet mit vielen Zeichen zum Entdecken und Betasten, bietet hier, gleich neben dem Gehweg, einen Platz, an dem sich jemand hinsetzen kann – wer auch immer sich gerade ausruhen möchte. Auf der Straße vor dem Mäuerchen wird seit März abends – mit Abstand – gemeinsam mit den Nachbarn gesungen. Dahinter wachsen die Sonnenblumen, die unser Enkel für uns ausgesät und aufgezogen hat. Das Mäuerchen ist so gestaltet, dass Kinder, die vorbei kommen, eingeladen werden, darauf zu balancieren. So viel Lebendigkeit um den “roten Engel” herum!

Im Islam nimmt der Geist im Engel Gestalt an. Andere Geschichten erzählen davon, wie ein Engel zum Boten des Geistes wird. Vielleicht ist es die Vorstellung, die Erfahrung der Beflügelung, die eine Verbindung von Geist und Engel nahelegt.

Gerade in dieser “Corona-Zeit”, da im Alltag manches eher mühsam und blockiert wirkt, tut es gut, für solche Momente aufmerksam und sensibel zu werden, in denen man sich manchmal wie beflügelt fühlt: durch Begegnungen mit Menschen, die hier im Freien möglich sind – singend, spielend, lachend, staunend, balancierend, umsichtig und zugewandt zugleich.

Schon entdeckt? Der Engel schmunzelt.