#wirsehenPfingstrot – am Donnerstag

“Am kommenden Sonntag, dem 31. Mai, ist Pfingsten. Das Fest von Gott Heiliger Geist. Auf hebräisch heißt dieser Geist: Ruach.
Ruach ist stürmisch und sie ist feurig – so erzählt es die Bibel. Und: Ruach ist ROT. Jedenfalls ist das die Farbe, die zu Pfingsten gehört.
Darum geht es bei dem Online-Projekt #wirsehenPfingstrot in der Woche vor Pfingsten:
Achte auf das Rote. Dokumentiere es unter dem Hashtag #wirsehenPfingstrot”
Alles weitere zu der Initiative und den Initiatorinnen hier:  https://www.michaeliskloster.de/aktuelles/2020/aktion-zu-pfingsten

Donnerstag, 28. Mai 2020 – Samen, dahin geweht, unverhofftes Blühen

Was ich am Mohn so mag? Das leuchtende Rot als Tupfer am Straßenrand, gern zwischen Steinen, aufgeblüht in der Wärme und im Schutz der Hauswand. Hier ist keine Erde, um Blumen zu pflanzen. Hier sind Steine, ein Rost, schmale Fugen, in denen die Saat einen Grund zum Wachsen und Blühen findet, dahin geweht – wie und wann auch immer.

“Der Geist weht, wo er will” – das Nicht-Planbare hat in diesen Wochen für viele auch etwas Beängstigendes. Da ist jeder billige Trost, jede falsche Beschönigung unangebracht. Und dennoch: Der rote Mohn am Straßenrand hat seine eigene Sprache, um davon zu erzählen – trotzig, nicht zu übersehen, gefährdet auch er.