#wirsehenPfingstrot – am Mittwoch

“Am kommenden Sonntag, dem 31. Mai, ist Pfingsten. Das Fest von Gott Heiliger Geist. Auf hebräisch heißt dieser Geist: Ruach.
Ruach ist stürmisch und sie ist feurig – so erzählt es die Bibel. Und: Ruach ist ROT. Jedenfalls ist das die Farbe, die zu Pfingsten gehört.
Darum geht es bei dem Online-Projekt #wirsehenPfingstrot in der Woche vor Pfingsten:
Achte auf das Rote. Dokumentiere es unter dem Hashtag #wirsehenPfingstrot”
Alles weitere zu der Initiative und den Initiatorinnen hier:  https://www.michaeliskloster.de/aktuelles/2020/aktion-zu-pfingsten

Mittwoch, 27. Mai 2020 – besonnt, besonnen, kraftvoll, verletzlich, mit Liebe

Rot liegt es da, das Wesen – männlich, weiblich, wer oder was? An den Baum geschmiegt, entspannt wirkt die Haltung. Als würden sie lange schon zusammengehören, der Baum und der Mensch, so vertraut miteinander. Zugleich schutzlos, wie ausgeliefert. Der zweite Blick: Da ist auch Zerbrechlichkeit, das Harte und das Zarte nah beieinander. Was wäre, wenn der verletzliche Körper zu Boden stürzt? So viel Vertrauen – und was ist mit der Furcht?

In einem der biblischen Briefe (2 Timotheus 1,7) wird der von Gott geschenkte Geist mit besonderen Eigenschaften beschrieben: Kraft, Liebe, Besonnenheit gehören dazu. Nicht aber die Furcht, nicht die Verzagtheit. Kein Geist also, der droht, den Mut rauben will, Angst verbreitet. Kein Geist, mit dem Menschen  eingeschüchtert und geduckt durchs Leben gehen sollen. Auch wenn das Verletzliche bleibt, in allem. Der Geist lässt die Verbundenheit spürbar werden. Das trägt. In der Angst. Durch die Angst.