Tinotino Tinotina Tino tin tin tin – ein Spiel mit Wörtern, Tönen und Fantasie

Auf meinem Schreibtisch liegt das Bilderbuch “Tinotino, Tinotina, Tinotintintin” von Elisabetta Garilli und Emanuela Bussolati, das mich an den Besuch im Atelier von Elisabetta Garilli erinnert. Nach und nach mache ich mir die Bildseiten der musikalischen Reise, die darin beschrieben wird, vertraut. Zu jeder Seite gibt es Musik – eingespielt vom Garilli Sound Project , frei im Netz aufzurufen. Und mit dem Versuch, deutsche Nachdichtungen für die italienischen Verse zu finden, lassen sich Stimmungen und Momente des Buches auch mit Kindern in Deutschland entdecken.

Praxis-Tipp:

Wörter, Sprache und Musik verbinden sich bei “Tinotino” in fantasievoller Weise. Das rhythmisch-klangvolle Spiel mit den Silben lädt in allen Sprachen zum Mitmachen ein. Denn: Sprachliche und kulturelle Bildung braucht die Inspiration durch Klang und Bilder, Fantasie und Erfahrungen des Miteinanders.

Zu den Versen und kleinen Musikstücken können Kinder fantasievolle Vorstellungen entwickeln, neue Wörter “in den Kopf bekommen” und eigene Bilder gestalten, die dann z.B. im Kamishibai zu den Toneinspielungen als kleines Mini-Musical präsentiert werden. Ist also die italienische Original-Ausgabe des Bilderbuches nicht verfügbar, kann nach den fantasievollen Vorstellungen der Kinder vielleicht eine neue Tinotino-Figur zu Versen und Musik entstehen.

(Texte und Hör-Links zum Download): Tinotino – Text und Musik

 

Tinotino, Tinotina, Tino tin tin tin –

das ist ein hüpfhoppsalahurtiges Kind!

Es liebt lauter Dinge, die klingend sind

und spielt gern mit Rhythmen und Tönen.

 

„Mein Name klingt wunderbar – wie Musik:

http://www.elisabettagarilli.it/videos/1.-…-Tino-Tin-Tin-Tin.mp3?

Tinotino, Tinotina, Tino tin tin tin

Tinotino, Tinotina, Tino tin tin tin

Tino tin tin tin…  Tino tin tin tin…

Tinotino… Tinotina… Tino ti

Tin tin tin tin

Tin tin tin tin

Tin tin tin

Ti ti ti

Tin tin tin tin

Tin tin tin tin

Tin tin tin

Ti ti ti “

 

So hat Tinotino viel Spaß dabei,

ganz einfach Musik zu erfinden:

mit tanzenden Tönen, die sich geschwind

zu Bildern und Formen verbinden.

http://www.elisabettagarilli.it/videos/2.-nino-Tino—lasciatemi-pensare.mp3?

 

Schon ist da ein Rhythmus in seinem Kopf

mit Reißverschluss, Schere und einem Knopf:

http://www.elisabettagarilli.it/videos/3.-Bottoni-Blues.mp3?

 

Bei Regenwetter und Donnergegrummel

entdeckt Tinotino Geräusche zum Lauschen –

ein lautes Geprassel, ein rieselndes Rauschen:

http://www.elisabettagarilli.it/videos/4.-La-pioggia-e-il-temporale-a.mp3?

 

Und wie geht es weiter?

Da tönt noch was!

Ein klingendes Rätsel – was ist denn das?

http://www.elisabettagarilli.it/videos/5.-Samba-un-orchestra-di-pentole-a.mp3?

 

Das Spiel ist vorbei.

Tinotino – ganz leise

taucht ein in die Stille auf ganz neue Weise.

Mama fragt: „Was nun?“

Er sagt: „Nichts – lass mich lauschen:

Da singt was im Wind,

so ein Klingen und Rauschen.“

http://www.elisabettagarilli.it/videos/14.-i-pensieri-di-Tinotino-Me-e-il-Vento.mp3?

 

Nachdichtung: Susanne Brandt

 

Zu Text und Musik von Elisabetta Garilli, aus: Tinotino, Tinotina, Tino tin tin tin, Milano: Carthusia, 2018 / Nachdichtung deutsch: Susanne Brandt

Ein weiteres Buch von Elisabetta Garilli;

Caterina geht spazieren…Musik, Kunst und Poesie im Bilderbuch