Hilfe in Nicaragua: Bücher wandern ins Zentrum des Dorfes

Bücher wandern ins Zentrum

Umzug in die neue Bücherecke / Foto: Pan y arte

Am Ende des Jahres gibt es einen erfreulichen Blick auf die Weiterentwicklung bei Projekten von Pan y Arte e.V., die ich das ganze Jahr über durch Erlöse aus meinen Büchern, Workshops und Publikationen unterstützen konnte: Fast fertig und vom Standort her nun deutlich günstiger gelegen ist der „Geschichtenwinkel“ im Zentrum des Dorfes Los Angeles.

Pan y Arte e. V. (Brot und Kunst) steht für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit in Nicaragua. Denn Entwicklungszusammenarbeit bedeutet mehr als nur wirtschaftliche Unterstützung. Kunst und Kultur spielen dabei eine wichtige Rolle! Beides sind Grundbedürfnisse des Menschen und deshalb unverzichtbar. KULTUR darf kein Luxus sein. Daher sind Spenden jederzeit willkommen!

Über den neu erbauten „Geschichtenwinkel“ berichtet Pan y Arte:

In der neuen Büchereicke

In der neuen Bücherecke / Foto: Pan y arte

Die Bücherecke ‛Rincón de Cuentos’ („Geschichtenwinkel“) ist näher ins Zentrum des Dorfes Los Ángeles gerückt! Schwere Erdbeben im Frühjahr 2014 hatten den ‛Pan y Arte’- Projektleiter Dieter Stadler dazu gezwungen, die Leseecke zu schließen. Zu gefährlich waren die entstandenen Gebäudeschäden. Doch dank der großartigen Spendenbereitschaft konnte der ‛Rincón’ schon bald an neuer Stelle wieder seine Pforten öffnen. Nach Abschluss der Bauarbeiten sind die Bücherschätze und Malutensilien für viele Kinderhände nun wieder einsatzbereit. Zahlreiche kleine Helfer unterstützen das Team des Rincón beim Umzug. Für Alba ist die Leseecke neben ihrem Zuhause der wichtigste Ort im Dorf. „Ich mag den neuen Rincón sehr! Am meisten gefällt mir, dass wir jetzt noch mehr Platz zum Spielen haben“, schwärmt die 11-jährige. Mehr als 90 Kinder tummeln sich täglich in der neuen Bücherecke. Viele von ihnen kommen direkt nach dem Schulbesuch hierher. Manche bringen neuerdings sogar ihre Eltern mit.

Rund um den neuen ‘Rincón’ sind weitere Ideen entstanden. Eine benachbarte Halle soll schon bald zum Kulturzentrum für alle Dorfbewohner werden. Dieter Stadler hat große Pläne: „Ich wünsche mir einen Ort, an dem die Menschen hier Kultur erleben können. Wir möchten Theaterstücke, Vorlesungen und andere Veranstaltungen anbieten.“ Der „Geschichtenwinkel“ ist also ein guter Anfang. Nun braucht das Gebäude innen und außen noch einen farbigen Anstrich. Und Alba hat auch schon eine ganz konkrete Vorstellung: „Ich würde die Wände gerne mit Blumen, Herzen und Mangos bemalen.“