Klingende Ideen mit Muscheln und Meer

“Sommer am Strand” heißt einer von vielen schönen Impulsen in der neuen rhythmisch-musikalischen Ideenfundgrube von Susi Reichle-Ernst und Ulrike Meyerholz. Zur “Meeres-Haifonie” der beiligenden CD werden Kinder nicht nur dazu eingeladen, sich bei Bewegungsimprovisationen mit der Tierwelt des Meeres vertraut zu machen.  In Lied und Spiel geht es auch um Muschelschalen, die sich mit ihren vielfältigen Klangmöglichkeiten  entdecken lassen und  als rhythmische Begleitinstrumente bei der “Sommer-Sonne-Gute-Laune-Strand-Musik” zum Einsatz kommen:

“Sommer am Strand / Muscheln im Sand /mit etwas Glück / findest du zwei Stück. / Und machst damit eine / Sommer-Sonne-Gute-Laune-Strand-Musik.” (Text: Ulrike Meyerholz, mit Noten in: Tatzentänze, Mäuseschwänze, S. 166)

Dazu passt die im Buch ebenfalls genau beschriebene Idee für ein Muschelmemory, bei dem sich unter 20 (als Rechteck in 4×5 Reihen ausgelegt) möglichst ähnlichen Muschelschalenhälften jeweils paarweise vorhandene Kleinigkeiten wie Steinchen, Minimuscheln und alles, was sich als Winzigkeit am Strand finden lässt, verbergen. Da macht schon das gemeinsame Suchen am Strand als Vorbereitung für das Spiel  ganz viel Spaß!

Für alle, die das Meer nicht wie hier in Schleswig-Holstein vor der Nase haben, bietet das Buch “Tatzentänze, Mäuseschwänze” mit der wunderbaren Bewegungsmusik-CD noch viele andere schöne Spielideen – von der Eltern-Kind-Gruppe bis hin zur Grundschule –  inspiriert von verschiedenen Tieren und ihren Lebensräumen.
 
Im Buchhandel erhältlich unter ISBN 978-3-7296-0882-5

 

Noch mehr vom Meer: “Muschelfahrt zum Tuschelfest”

Entfalten und fortsetzen lassen sich gerade jetzt im Sommer die Strandideen über das Werkbuch hinaus auch noch auf andere Weise – zum Beispiel für etwas älteren Kindern mit dem rhythmischen Bewegungsspiel “Eine Muschelfahrt zum Tuschelfest”. So geht’s:

Die Mitspielenden knien in einem dichten Kreis am Boden. Jeder hält in der linken, zur Faust geschlossenen Hand eine Muschel. Rhythmisch gesprochen (oder gesungen nach der bekannten Melodie “Drei Chinesen mit dem Kontrabass”) kommen die Muscheln mit folgendem Text in Bewegung:

“Ei-ne Mu-schel-schar vom Nord-see-strand* / geht auf gro-ße Fahrt von Hand zu Hand / Al-le wol-len schnell zum Tu-schel-fest / dort im wei-chen, war-men Mu-schel-nest.” (Text: Susanne Brandt, aus: Hörst Du die Muscheln tuscheln?)

*oder Ostseestrand

Dabei wird auf jeder betonten Textsilbe bzw. Pause in einem gleichmäßigen Fluss folgende Bewegungsfolge mit den Muscheln im Kreis durchgeführt:

Mit den Fäusten (Muschel dabei fest in der linken Hand) 1 x auf Oberschenkel klopfen / mit den Fäusten 1 x  parallel vor sich auf den Boden klopfen / nochmal auf den Boden klopfen, dabei jedoch die Hände überkreuzen und die Muschel der linken Hand auf der rechten Seite ablegen / ein drittes Mal auf den Boden klopfen, die Hände dabei wieder parallel halten und mit der rechten Hand die abgelegte Muschel aufnehmen / Hände nun den rechts und links sitzenden Kreisnachbarn zuwenden und dabei die Muschel aus der rechten Hand in die linke geöffnete Hand des Nachbarn auf der rechten Seite legen, gleichzeitig mit der linken Hand die Muscheln vom Nachbarn auf der linken Seite empfangen (für diese Übergabe sind 4 Grundschläge Zeit gegeben) / alles beginn von vorn mit der empfangenen Muschel, die nun wieder in der linken Hand liegt…
 

Besonders viel Spaß macht das Spiel, wenn das Sprechen bzw. Singen mit jeder Runde ein bisschen schneller wird. Geraten am Ende die Hände, Bewegungen und Worte ganz durcheinander, haben die Muscheln endlich das wohlverdiente Ziel ihrer Fahrt erreicht und bekommen in der Kreismitte tatsächlich das ersehnte weiche Kuschelnest aus Sand (oder Tüchern) gebaut.

Diese und andere Spiel- und Singideen sind enthalten in dem Büchlein “Hörst Du die Muscheln tuscheln” und lassen sich in Verbindung mit einer Geschichte auch als Kamishibai-Erzähltheater zu großen Muschelbildern erzählen:  http://waldworte.eu/2013/07/21/eine-neue-vorlesegeschichte-zu-horst-du-die-muscheln-tuscheln/

Als Lied passt dazu: “Über sieben Meere weht der Wind” http://waldworte.eu/2013/07/20/uber-sieben-meere-weht-der-wind/

Bezugsquelle: http://www.glasundwort.de/18.0.html

Susanne Brandt