Cello meets Kamishibai – wie Musik, Kunst und Literatur sich verbinden

Ein interessantes Beispiel mit einer Verbindung von Musik, Kunst und Literatur mittels Kamishibai ist bei der Tenri Japanisch-Deutschen Kulturwerkstatt (www.tenri-kw.de) zu finden:

Roeland Duijne und ­KITANO ­K. ­Motoko zeigen  das kamishibai (Schaukastentheater)-Stück „Der Cellospielende ­Gauche“ von ­MIYAZAWA Kenji mit Cello-Unterstützung.

Zur Einführung: Kamishibai (Schaukastentheater) wurde in den 1930er Jahren in Japan erfunden und ist als Unterhaltung, die sich vor allem an Kinder richtet, vor Entwicklung des Fernsehens sehr beliebt gewesen. Auch heute noch erfreut es sich großer Beliebtheit in Kindergärten oder auch in japanischen Schulen im Ausland in der Muttersprachlichen Erziehung. Ebenfalls gibt es Friedens-Kamishibai-Stücke nach den Atombombenabwürfen, aber auch von NGOs zum Beispiel in Tansania wird Kamishibai in der Aids-Aufklärung verwendet.

Der japanische Dichter und Märchenschreiber MIYAZAWA Kenji erfreut sich seit dem großen Tohoku-Erdbeben in Ostjapan letztes Jahr wieder großer Beliebtheit. Er wurde 1896 geboren, als Sanriku-Erdbeben- und Tsunamikatastrophe sowie das Rikuu-Erdbeben, beide in der Tohoku-Region, auftraten und auch danach die Region durch Dauerfrost und Ernteausfälle nicht verschont blieb. Er starb jung im Alter von 37 Jahren an einer Lungenentzündung, aber in der Welt seiner Erzählungen existieren immerzu Träume, Hoffnung und Mut. Nähere Informationen zum Autor: http://de.wikipedia.org/wiki/Miyazawa_Kenji Diese Welt gab den Japanern nach der Erdbeben-, Tsunami- und Nuklearkatastrophe im letzten Jahr Halt und Hoffnung.

Miyazawa hatte eine besondere Vorliebe für das Cello und die Klassik – die Schallplatte, die er bis zum Ende besaß, war Beethovens Sechste Symphonie, gespielt vom Berliner Philharmonieorchester.
Wir würdigen Miyazawas „Der Cellospielende Gauche“ mit einer kombinierten Kamishibai- und Celloaufführung.

Im Anschluss erhalten Kinder Gelegenheit, ihre Eindrücke des Konzertes und Theaters mit Acryl- und Wasserfarben oder Bleistiften auf Papier niederzumalen.

(Quelle: Japanisch-Deutsche Kulturwerkstatt)